Der erste Eindruck

Leider gibt es für den ersten Eindruck nur eine einige Chance! Was ist eigentlich der erste Eindruck? Wie lange dauert dieser? Und was könnten die Folgen sein? Diese Fragen sollen hier beantwortet werden:

Das heißt, wir sehen, riechen, spüren und hören uns. Das hat jedoch noch nichts mit dem Inhalt des Gesagten etwas zu tun, denn das spielt in den ersten Sekunden fast keine Rolle. Vor vielen hundert Jahren war es für uns Menschen sehr wichtig zu erkennen, ob jemand ein Freund oder ein Feind ist, denn wenn uns ein Feind begegnete, so mussten wir kämpfen, fliehen oder uns tot stellen. Deshalb spielt heute noch der erste Eindruck eine so entscheidende Rolle.

Der Schweizer Verkaufstrainer Bruno Erni ist ein Fachmann für den ersten Eindruck: Nach seiner Auffassung dauert der erste Eindruck nur einen Augenblick, vielleicht zwischen drei und sieben Sekunden. Wenn man sich auf diesen ersten Eindruck vorbereitet und genau abschätzen kann, was genau passiert, so brauchen wir davor auch keine Angst zu haben. Ganz wichtig ist der Augenkontakt; wir schauen unserem Gegenüber in die Augen und lächeln; dabei denken wir: „Ich mag Dich!“ –Diesen Gedanken übertragen wir in unseren äußeren Ausdruck, also unsere Mimik und Gestik – das ist, einfach gesagt, unsere nichtsprachliche Kommunikation. Doch das ist beim ersten Eindruck die wichtigste Information, die unser Gegenüber erreicht.

Sehr wichtig ist jedoch auch, wie wohl wir uns selbst fühlen! Hier ein Beispiel: Sascha ist technisch sehr begabt und möchte sein Praktikum bei einem Ingenieurbüro leisten. Beim Vorstellungsgespräch muss er in den vierten Stock hochgehen; da Sascha jedoch sehr unsportlich ist und sich auch noch ungesund ernährt, kommt er bei den hohen Temperaturen ganz verschwitzt oben an. Er spürt förmlich, wie ihm der Schweiß auf der Stirn steht. Wenn er jetzt auch noch seinem zukünftigen Betreuer eine verschwitzte Hand entgegenstrecken muss, dann ist das Ganze eh schon gelaufen. Deshalb, so der Buchautor und Diplom-Sportlehrer Michael Kutzner aus Sinzheim, ist es ganz wichtig, dass wir uns körperlich wohl fühlen. Das erreichen wir durch gute Ernährung, eine positive Einstellung und ständiges Ausdauertraining, also Bewegung an der frischen Luft; dann noch ein paar Liegestütze für eine gerade Haltung und einen gesunden Rücken. Dann bloß noch darauf achten, dass der Händedruck angenehm und nicht zu fest gedrückt wird.

Jetzt zur Kleidung: Was ziehen wir an? Sicherlich ist die Branche dabei von Bedeutung: Bei einer Werbe- oder Internetagentur kann man sich sicherlich etwas legerer anziehen, als bei einer Bank oder einem Rechtsanwalt. Grundsätzlich gilt, vor allem für weibliche Bewerber: Wenig Haut zeigen! Nacktes Fleisch lenkt einfach ab. Wenn Herren einen Anzug tragen, dann sieht man nur das Gesicht und die Hände; mehr nicht! Bei weiblichen Bewerbern sollte das ähnlich sein.

Generell gilt: „Ziehe dich nicht so an, wie du bist, sondern so, wie es deiner Wunschposition entspricht!“ – Das wirkt nach außen und andere Menschen nehmen dich auch so wahr.

Aber wie bei allem: Übung macht den Meister – Probiere verschiedene Outfits an, variiere und wähle das, bei dem du dich am wohlsten fühlst. Frage auch Deine Freunde. Stecke dich nicht in ein enges Kostüm, wenn es nicht zu dir passt: Du musst dich einfach nur selbst wohl fühlen, dann bist Du auch Du selbst!